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EU-Kommissarin Jessika Roswall besucht die Mannheim-001-Anlage von ICODOS
Die EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft besichtigte gemeinsam mit Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker die weltweit erste e-Methanol-Anlage auf Basis von Abwasser-CO₂.

Mannheim, 7. Oktober 2025 — ICODOS durfte am Montag hochrangigen europäischen Besuch begrüßen: Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, besichtigte das Klärwerk Mannheim — Standort von ICODOS' Mannheim 001, der weltweit ersten Anlage zur Produktion von e-Methanol aus Abwasser-CO₂.
Begleitet wurde die Kommissarin von Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker; empfangen wurde die Delegation von Mannheims Erster Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell und Betriebsleiter Alexander Mauritz. Für ICODOS stellten die Geschäftsführer David Strittmatter und Francisco Vidal Vazquez gemeinsam mit Mannheim-001-Projektleiter Christian Wünsch die Technologie vor und führten durch die Anlage.
Klimaneutraler Schiffskraftstoff aus Abwasser
In Mannheim 001 scheidet ICODOS CO₂ aus dem vor Ort anfallenden Klärgas ab und wandelt es zusammen mit grünem Wasserstoff in e-Methanol um — einen klimaneutralen Kraftstoff für die Schifffahrt und einen erneuerbaren Rohstoff für die chemische Industrie. Die Demonstrationsanlage zeigt, wie Europas rund 80.000 Kläranlagen zu dezentralen Produktionsstandorten für erneuerbare Kraftstoffe werden können.
Ein Standort, an dem europäische Wasserpolitik sichtbar wird
Der Besuch unterstrich zugleich die Vorreiterrolle des Mannheimer Standorts in der Abwasserreinigung: Das Klärwerk, das im Schnitt 81.000 Kubikmeter Abwasser pro Tag reinigt, setzte als weltweit erstes eine vierte Reinigungsstufe mit Pulveraktivkohle großtechnisch um — eine Technologie, deren verbindliche Einführung die EU beschlossen hat; die Umsetzung in nationales Recht muss bis Mitte 2027 erfolgen.
Der Besuch von Kommissarin Roswall unterstreicht die europäische Relevanz der Fragen, die in Mannheim beantwortet werden: wie bestehende Infrastruktur zur Quelle zirkulärer, klimaneutraler Moleküle werden kann — und wie europäische Regulierung und europäische Innovation einander verstärken.
